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Gemeinsam für den Erhalt des Reichswalds

 

 

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Update 25.05.2024: Über die Tagesordnungen zweier Sitzungen wurden diese Woche die geplanten Änderungen für den Regionalplan Düsseldorf veröffentlicht. Wie erwartet zeigen sie Windenergiebereiche im Reichswald. Hinzu kommen Flächen im Offenland unmittelbar am Waldrand. Im Reichswald sind Areale entlang des Kartenspielerwegs betroffen. Am Reichswald ist die Ausweisung zusätzlicher Flächen in Goch-Nierswalde geplant. Auch der Windenergiebereich an der Engelsstraße in Kleve-Reichswalde soll vergrößert werden. Öffentliche Sitzungen hierzu finden am 13.06.2024 (Planungsausschuss) und 20.06.2024 (Regionalrat) statt.  Siehe hierzu auch Aktuelles.

 

Von Windkraft-Ausbauplänen bedroht: unser Reichswald

Der Reichswald und sein direktes Umfeld zeichnen sich unter anderem durch eine hohe ökologische und kulturhistorische Wertigkeit aus. Trotzdem bedrohen das Gebiet seit 2012 verschiedene Windkraftplanungen in Gemarkungen der Gemeinde Kranenburg sowie der Städte Kleve und Goch.

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen macht sich die Bürgerinitiative für den Erhalt des Reichswalds und die ihn umgebenden sensiblen Flächen stark. Wenn der Windkraftausbau auch nur halbwegs naturverträglich geschehen soll, kommen weder der Wald noch sein Umfeld als Standort für Windkraftanlagen infrage.  

Trotzdem werden momentan zwei Planungen unmittelbar am Waldrand konkret vorangetrieben: In Kleve-Reichswalde möchten Projektierer und private Flächeneigentümer zwei Groß-Windkraftanlagen an der Engelsstraße errichten. Am 06.10.2023 wurde durch einen Artikel in der Rheinischen Post bekannt, dass die Kreisverwaltung Kleve das Vorhaben genehmigt hat. In Goch-Nierswalde wird im Sommer 2024 ein Bauantrag für fünf Anlagen im "Dicken Mönchstal" hinter der Kesseler Straße erwartet. Beide Flächen sind in der untenstehenden Karte in Gelb markiert.

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen macht sich die Bürgerinitiative für den Erhalt des Reichswalds und die ihn umgebenden sensiblen Flächen stark. Wenn der Windkraftausbau auch nur halbwegs naturverträglich geschehen soll, kommen weder der Wald noch sein Umfeld als Standort für Windkraftanlagen infrage.  

Gleichzeitig hat auch die CDU der Gemeinde Kranenburg im Sommer 2022 die Wiederaufnahme des Planungsverfahrens für einen "Windpark" im Reichswald beantragt. Die Bürgerinitiative geht davon aus, dass auch die Vorbereitungen für dieses Bauvorhaben demnächst wieder Fahrt aufnehmen werden.

Hinzu kommen die oben erwähnten geplanten Änderungen des Landesentwicklungsplans. Die Offenlage des dazugehörigen geänderten Regionalplans kann jederzeit beginnen. Die 2023 im Auftrag des LANUV erstellte Potentialstudie weist große Teile des Reichswalds als mögliche Standorte für Windkraftanlagen aus. (Die 2022 erstellte Studie zeigte ihn noch als Ausschlussfläche.) Somit ist davon auszugehen: Der neue Regionalplan wird Windenergiebereiche im Reichswald darstellen. Passend dazu hat ABO Wind im März 2024 Pläne für ein zweites Genehmigungsverfahren angekündigt. Mit durch Windkraftindustrie im Reichswald gewonnener Elektrizität soll Wasserstoff erzeugt werden. "All hands on deck" also für alle denen die Flora und Fauna des Reichswalds am Herzen liegt!

 

Aktuelles

 

Hier efahren Sie Aktuelles...

 

Wichtige Entwicklungen im Überblick

Gemeinde Kranenburg
Stadt Kleve
Stadt Goch

 

 

(RPD: Regionalplan Düsseldorf | FNP: Flächennutzungsplan)
 

Gemeinde Kranenburg, s. grüne Flächen 

Kartenspielerweg: 11 Groß-Windkraftanlagen? - ABO Wind meldet sich zurück (Stand: Mai 2024)

  • Ab 2012 Planungen zur Einrichtung einer 200 Hektar großen Konzentrationszone für Windkraft durch die Gemeinde Kranenburg; seitdem intensive Bemühungen u.a. von Bürgern, Vereinen und Naturschutzorganisationen sowie Politikern auf beiden Seiten der Grenze, den Reichswald frei von Windkraftanlagen zu halten. 
  • Einleitung eines Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans begleitet durch entsprechende Darstellungen im Entwurf des Regionalplans Düsseldorf (RPD)
  • Ziel: 12 Großwindkraftanlagen (Gesamthöhe 200m) beidseitig entlang des Kartenspielerwegs
  • 2016 Einreichung des Bauantrags durch Projektierer ABO-Wind (Wiesbaden)
  • Nach gründlicher Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten vor Ort nimmt die Zahl der Parteien im Regionalrat zu, die den Windkraftausbau im Reichswald strikt ablehnen. 
  • Ende 2017: Aufstellungsbeschluss RPD OHNE Darstellung von Flächen für den Windkraftausbau entlang des Kartenspielerwegs 
  • Ablehnung des Antrags von ABO-Wind durch die Kreisverwaltung Kleve; der Projektierer leitet ein verwaltungsgerichtliches Klageverfahren ein.
  • Der Projektierer zieht sich zurück, und das Vorhaben wird vorerst ad acta gelegt. 
  • Die Bürgerinitiative geht davon aus, dass die Planungen mittelfristig wieder aufgegriffen werden. Gegebenenfalls in abgewandelter Form (z.B. zunächst weniger, dafür aber noch einmal deutlich größere Anlagen).
  • Seit Ende März 2022 beraten die Fraktionen des Umwelt- und Planungsausschusses wieder über das Thema
  • Vor dem Hintergrund einer möglichen Unterschutzstellung des Reichswalds als Nationalpark macht ABO Wind im März 2024 öffentlich: Es soll einen zweiten Anlauf zum Bau von Windkraftanlagen im Reichswald geben. Die hier gewonnene Elektrizität soll zur Erzeugung von Wasserstoff dienen und einen Beitrag zum Umbau des Kreis Kleve zur Wasserstoffregion leisten. Ein Schelm wer denkt, diese Pläne spielten eine Rolle beim „Nein“ der CDU zur Teilnahme mit dem Reichswald am Bewerbungsverfahren für einen zweiten nordrhein-westfälischen Nationalpark…
  • Im Mai 2024 werden die für den Regionalplan Düsseldorf geplanten Änderungen öffentlich. Wenig überraschend sehen diese die Darstellung von Windenergiebereichen entlang des Kartenspielerwegs vor. 

Mehr erfahren: Rück- & Ausblick

 

 

Stadt Kleve, s. graue und gelbe Fläche(n)

Engelsstraße: Zwei Groß-Windkraftanlagen genehmigt (Stand: Mai 2024)

  • 2015 stellt der Entwurf des neuen Flächennutzungsplans (FNP) der Stadt rund 180 Hektar im Reichwald für den Ausbau der Windkraft dar (s. graue Flächen in obenstehender Zeichnung.) Zusätzlich die gut 17 Hektar große Fläche an der Engelsstraße unmittelbar am Reichswald (ausreichend für zwei bis drei Groß-Windkraftanlagen).
  • Unter massivem Protest von Bürgern und zahlreichen Vereinen wie Naturschutzorganisationen und Verkehrs- & Heimatvereinen sowie Politikern werden die Flächen im Wald aus dem FNP-Entwurf gestrichen. Die Fläche an der Engelsstraße am Reichswald bleibt jedoch bestehen.
  • Dezember 2017: Antrag von Bündnis 90/ die Grünen im Regionalrat auf Streichung des am Waldrand vorgesehenen Windenergiebereichs
  • Ende 2017: Aufstellungsbeschluss RPD MIT Darstellung der Fläche an der Engelsstraße
  • In einem nächsten Entwurf des FNP der Stadt Kleve weist die Stadtverwaltung weiterhin dieselbe Fläche aus. Allerdings hält die Bezirksregierung Düsseldorf sie als Konzentrationszone für die Windkraft für zu klein. Deshalb koppelt die Stadt das Thema im Herbst 2020 vom Verfahren zur Aufstellung eines neuen FNP ab. Stattdessen soll ein Teilflächennutzungsplan Windenergie erarbeitet werden. 
  • Ein erster Projektierer plant den Bau von drei, rund 150 Meter hohen Windkraftanlagen, nimmt aber von seinen Planungen Abstand. Nun möchte die Firma Naturwerk zwei Groß-Windkraftanlagen am Reichswald errichten. Sie hat mit privaten Flächeneigentümern entsprechende Verträge über die Verteilung der Pachteinnahmen ausgehandelt. 
  • Bis Mai 2023 erfolgten zwei Offenlagen der Antragsunterlagen der Firma Naturwerk. Ursprünglich wollte sie schon im im ersten Quartal 2023 die beiden Anlagen in Betrieb nehmen. Rotordurchmesser: jeweils 163 (!) m - in einem Greifvogeldichtezentrum mit Fledermausvorkommen...
  • Wie die Rheinische Post am 6. Oktober berichtete, hat die Kreisveraltung Kleve den Bau und Betrieb der beiden Anlagen genehmigt. Siehe hierzu auch Aktuelles.
  • Im Mai 2024 werden die für den Regionalplan Düsseldorf geplanten Änderungen öffentlich. Sie sehen eine Vergrößerung des Windenergiebereichs an der Engelsstraße in Kleve-Reichswalde vor. 

Mehr erfahren...

 

 

Stadt Goch, s. gelbe Fläche

Hinter Kesseler Str.: Bauantrag für fünf Groß-Windkraftanlagen in Kürze erwartet (Stand: Mai 2024)

  • Bezüglich des RPD gilt dasselbe wie für die Stadt Kleve (s.o.). Allerdings ist der in Goch-Nierswalde hinter der Kesseler Straße am Waldrand vorgesehene Windenergiebereich deutlich größer. Hier hätten rund fünf Groß-Windkraftanlagen Platz. 
  • Ein wichtiger Unterschied zur Stadt Kleve: Sowohl der Bürgermeister als auch die meisten Parteien im Stadtrat haben sich gegen den Windkraftausbau an der im RPD vorgesehenen dieser Stelle ausgesprochen. 
  • Die Bürgerinitiative hat erfahren, dass ein Projektierer dennoch Vereinbarungen mit privaten Flächeneigentümern getroffen hat und Vorbereitungen für die Einreichung eines Bauantrags laufen. 
  • Seit März 2024 ist bekannt: Im Sommer wird ein Bauantrag für fünf Groß-Windkraftanlagen im "Dicken Mönchstal" gestellt werden.
  • Im Mai 2024 werden die für den Regionalplan Düsseldorf geplanten Änderungen öffentlich. Sie sehen eine deutliche Vergrößerung des Windenergiebereichs im Dicken Mönchstal sowie die Darstellung eines zusätzlichen Windenergiebereichs in Goch-Nierswalde vor. 

 

Der Reichswald ist ein Schatz, den es zu erhalten gilt!

Grundsätzlich sind wir Befürworter erneuerbarer Energien. An Waldstandorten allerdings halten wir die Ökobilanz für negativ. Ganz besonders gilt dies für Windkraftanlagen im und am Reichswald. Er ist das größte zusammenhängende Waldgebiet im waldarmen NRW. Zudem liegt der Reichswald inmitten geschützter Natura 2000 Gebiete und beherbergt ein europäisches Greifvogel-Dichtezentrum. Die Bedeutung des Biotop-Verbundsystems wird auf Landesebene als besonders bis herausragend eingestuft. Zudem stellt der Reichswald eine wichtige Verbindung zu Waldgebieten auf der niederländischen Seite dar. Eine Industrialisierung des Reichswalds und der ihn umgebenden Flächen zur Stromerzeugung würde wertvollen Lebensraum zerstören. Auch der Erholungswert des Reichswalds würde durch den Bau und Betrieb von Groß-Windkraftanlagen stark leiden. Dasselbe gilt für den besonderen kulturhistorischen Wert des Waldes mit seinen Moränen und anderen eiszeitlichen Strukturen.

 

Gegenwind im Reichswald e.V.

Wir sind naturverbundene Bewohner verschiedener Gemeinden und Städte an beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze. Die Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald" haben wir Ende 2012 gegründet. Anlass waren die Windkraftplanungen der Gemeinde Kranenburg. Sowohl der heutige hohe Wert des Reichswald als auch der Schaden bei einer Umsetzung der Windkraftpläne sind grenzüberschreitend. Deshalb sind wir sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden aktiv.

 

Sie können helfen!

Wir möchten den Reichswald vor einer massiven Schädigung zur Verfolgung vorrangig wirtschaftlicher Interessen bewahren. Gerne können Sie in unerem Gästebuch einen Kommentar hinterlassen. Es ist auch möglich, uns eine E-Mail zu senden. Möchten Sie unsere Arbeit durch eine Spende unterstützen? Unsere Kontoverbindungen finden Sie auf unserer Kontakt-Seite. Noch mehr freuen wir uns jedoch über eine aktive Mitarbeit. Wenn Sie sich in der Bürgerinitiative einbringen möchten und/ oder über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden möchten, senden sie uns bitte E-Mail.

 

Haftungsausschluss

Unsere Bürgerinitiative kann keine Rechtsberatung vornehmen. Falls Sie eine solche Beratung wünschen, wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt. Wir übernehmen keine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen.