Alternativen

Alternativen

Wer gegen ein Vorhaben ist, sollte auch Alternativen nennen. In unserem Fall sind das Alternativen zum Ausbau der Windkraft im und am Reichswald. Deutlich konfliktärmer wäre der Bau und Betrieb von Windkraftanlagen beispielsweise an Standorten wie diesen: 

 

  • Ehemalige Tagebaugebiete
     
  • Gewerbegebiete
     
  • Intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen fernab schützenswerter Natur
     
  • (abgedeckte) Mülldeponien
     
  • Flächen entlang von Hauptverkehrswegen

 

 

Der Wald als Klimaschützer 

Wälder liefern natürlich keinen Strom. Aber sie sind wertvolle Helfer im Kampf gegen den Klimawandel und die Umweltverschmutzung. Wälder speichern nämlich CO2, binden Feinstoff und wirken als Kaltluftproduzent. Und sie erfüllen weitere wichtige Funktionen wie: 

 

  • Erhalt der Biodiversität
     
  • Schutz vor Bodenerosion
     
  • Sicherung eines ausgeglichenen Wasserhaushalts
     
  • Bereitstellung von Trinkwasser
     
  • Temperaturpuffer 

 

All diese Funktionen erfüllt auch der Reichswald. Ginge es uns um den Klimaschutz statt um die Verfolgung wirtschaftlicher Interessen, sollten wir die Finger von diesem und anderen Wäldern lassen. Der Reichswald ist zu wertvoll, als dass wir ihn als Standort für den Ausbau der Windkraft opfern sollten. Denn der Verlust seiner Funktionen wird nicht kompensiert werden können. 

 

Naturverträglichere Energiegewinnungsformen 

 

  • Nutzung von Dächern und bereits versiegelten Flächen für den Ausbau der Photovoltaik
     
  • Geothermie: Geothermie hat als nachhaltige Energiegewinnungsform ein enormes Potential. Allerdings wird dieses sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland noch kaum genutzt. 
     

Energiesparen 

Selbstverständlich ist der umweltfreundlichste Strom der Strom, der nicht erzeugt zu werden braucht. Entsprechend sollte das Energiesparen die oberste Priorität sein. Sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich. 

 

Weitere Maßnahmen 

Wenigstens genauso wichtig wie nachhaltige Energieerzeugungsformen wäre die Verminderung des CO2-Ausstoßes durch Maßnahmen wie die untenstehenden. Viele davon wären sogar kostenneutral:

 

  • Fertigentwicklung von Speichertechnologien für erneuerbare Energien, ohne die sie keine konventionellen Kraftwerke ersetzen können
     
  • Schutz und Aufwertung von Wäldern, Parks und Naturgebieten sowie deren Verbindung
     
  • Reduktion des Fleisch- und Milchkonsums
     
  • Vermeidung von Flugreisen
     
  • Beschleunigung des Umbaus hin zu einer ökologischen Landwirtschaft
     
  • Abschaffung kostenloser CO2-Verschmutzungszertifikate
     
  • Stoppen der Lebensmittelverschwendung (Die Lebensmittelproduktion verursacht 33% der Treibhausgase. Trotzdem wird rund ein Drittel der Lebensmittel vernichtet!)  

 

Natürlich können wir die Wälder, Meere und Wüsten dieser Welt mit Wind- und Solarparks vollbauen. Aber damit zerstören wir wertvolle Natur, nur um so weiterleben zu können wie bisher. Um eine wirkliche Wende herbeizuführen, werden wir unseren Lebensstil verändern müssen. Für den Erhalt des Reichswalds und andere Naturgebiete wäre es das wert. 

Blick über den Reichswald (Foto: Ton Peters)

Blick über den Reichswald (Foto: Ton Peters)